Geschichte - Die Brandverhütung

Salzburger Landesstelle für Brandverhütung

1929

Eine starke Zunahme der Brände Ende der Zwanzigerjahre verbunden mit einer Vielzahl von ungeklärten Brandlegungen veranlasste verschiedene Feuerversicherer im Jahre 1929, die Brandverhütungstätigkeit nach deutschem Muster in Österreich zu organisieren.

 

1930

Am 14. April 1930 wurde die „Salzburger Landeskommission für Brandverhütung“ gegründet. Eine der ersten Maßnahmen war es einen Überblick über das Brandgeschehen im Bundesland Salzburg durch die Erstellung einer Schadenstatistik zu schaffen.

 

1938

Die politischen Umwälzungen im Jahre 1938 und die folgenden Kriegsereignisse beeinflussten die weitere Entwicklung, so dass allmählich jegliche Brandverhütungstätigkeit zum Erliegen kam.

 

1946

Die unsichere wirtschaftliche Situation ließ eine ähnliche Zunahme der Brandlegungen befürchten, wie dies in den Vorkriegsjahren der Fall war. Um dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzuwirken, ergriff die „Salzburger Landes-Brandschaden-Versicherungs-Anstalt“ die Initiative und begann bereits im Jahre 1946 mit der Wiederaufnahme der Brandverhütungstätigkeit im Bundesland Salzburg.

 

1954

Am 5. Juli 1954 kam es zur Gründung der „Vereinigung Landesstelle für Brandverhütung des Bundeslandes Salzburg". Aufbauend auf den Erfahrungen der Vorkriegsjahre wurde der einwandfreien Klärung der Brandfälle ein besonderes Augenmerk zugewendet. Anfangs waren es vor allem die Brandfälle in der Landwirtschaft und im Bereich des Blitzschutzes, die entsprechende Maßnahmen verlangten. Eine wichtige Aufgabe sah die Landesstelle für Brandverhütung in einer umfassenden und gezielten Aufklärungstätigkeit, die mit der Devise „Helft Brände verhüten" begann.

 

1965

Die Tätigkeit der Brandverhütungsstelle verschob sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr auf den industriellen und gewerblichen Bereich. Die Einführung des Betriebsbrandschutzes und die Mitwirkung an bau- und gewerbebehördlichen Verhandlungen bot die Möglichkeit, auf den Brandschutz in Industrie- und Gewerbebe trieben in verstärktem Maß Einfluss zu nehmen.

In Zusammenarbeit aller österreichischen Brandverhütungsstellen wurden neue brandschutztechnische Richtlinien
(BV-Merkblätter) geschaffen.

 

1974

Um die rechtliche Position der Landesstelle für Brandverhütung zu festigen, erfolgte mit Landesgesetz vom 12. Juni 1974 die Umwandlung in einen „ Fonds zur Förderung der Brandverhütung und der Brandursachenermittlung im Lande Salzburg" als eigene Rechtspersönlichkeit. Mit diesem Gesetz wurden formelle Schwierigkeitenüberwunden, womit die Öffentlichkeitsarbeit und die Sachverständigentätigkeit der Brandverhütungsstelle eine wesentliche Aufwertungerfuhr.

 

1975

In Zusammenarbeit zwischen österreichischem Bundesfeuer-wehrverband und den österreichischen Brandverhütungsstellen wurde ein sogenannter „ TRVB-Arbeitskreis" gegründet, der Regelwerke der Technik ausarbeitet, die neben den nationalen auch die internationalen Forderungen des Brandschutzes berücksichtigen.

 

2000

Die Salzburger Landesstelle für Brandverhütung wird als anerkannte Ausbildungsstätte gemäß TRVB O 117 zertifiziert.

 

2002

Ausbildung der Mitarbeiter der Brandverhütungsstelle als zertifizierte Sachverständige für vorbeugenden Brandschutz.